SEX! – Oder auch nicht…

Ich hoffe ihr habt alle erfolgreich eure Eier gesucht – Frohe Ostern!

Von mir gibts zu diesem Anlass ne neue Bettgeschichte für euch und die fängt wie so oft in einem Club an – betrunken.
Dieses Mal kommt das Ganze aber von einem Kerl. Danke nochmal für deine Story und das lustige Gespräch!

„Ich hatte da so eine Phase, da wollte ich nichts Halbes und nichts Ganzes. Schon ’n bisschen Sex aber nicht gleich ne Beziehung. Judge me.

Und irgendwie hat sich da sowas angebahnt. Wir kannten uns schon.
Bisschen Knutschen dies, das. Man kennt das ja, erst mal rantasten.
Irgendwie hab ich da schon die erste rote Flagge übersehen, was mit Sicherheit an meinem Alkoholpegel lag.

Wo is ihre Zunge?!

Naja… mir egal.

Die Stimmung heizt sich also irgendwie auf, ja. Wir am Tanzen, können irgendwie nicht so richtig die Finger voneinander lassen und uns beiden is klar, dass wir den Abend woanders hinverlegen wollen.

Sie schlägt vor dass wir zu ihr gehen,  easy! Dann kann ich mich morgen einfach rausschleichen und wir sparen uns diesen ‚War schön mit dir‘-Mist. 

Die Spannung steigt und ich bin (wie jeder Kerl in meiner Situation) glücklich, dass ich in ganz naher Zukunft dazu komme völlig unverbindlich einen wegzustecken -WOO!
Noch.

Bis hierhin hab ich ja auch nichts zu bemängeln, wir wollen beide dasselbe, sie is cool, is mein Typ – wieso also nicht? Und dann sind wir endlich da…

Sie wohnt in einer WG also keine Gefahr die Eltern zu treffen oder so ne unangenehme Scheiße – läuft! Sie zeigt mir ihr Zimmer und wir führen ein mehr oder weniger sinnloses Gespräch über irgendwas an das ich mich nicht mehr erinnern kann.
Ich frage mich stattdessen wie sie wohl nackt aussieht und sehe sie schon unter mir stöhnen. 

Irgendwann liegen wir dann doch nebeneinander im Bett und jetzt kann’s losgehen..

Ich fang an sie zu küssen und…. naja ihre Zunge scheint immer noch nicht zur Veranstaltung erschienen zu sein. Das ist seltsam, aber vielleicht bin ich auch einfach nur zu dicht. Oder sie?

Was soll’s – SEX!

Okay also an der Stelle wo man normalerweise erwartet, dass man übereinander herfällt, sich die Kleider vom Leib reißt und die Post abgeht, liegt sie einfach da.
Und streckt alle Viere von sich.
Wie ein Seestern (anders kann ich das nicht beschreiben). 

Naja vielleicht ist sie einfach schüchtern, also fang ich an sie auszuziehen und zu streicheln in der Hoffnung dass sie sich entspannt  und dann vielleicht auch irgendwas von sich gibt, aber auch jetzt passiert nicht viel.

Ääähm, vielleicht wenn ich’s ihr mit den Fingern mache?
Nee?
Nee, irgendwie auch nicht. 

Das irritiert und am Liebsten würde ich sie packen und wachschütteln, aber ich schätze das kann ich nicht bringen.

Bin ich so dicht, dass ich sie vielleicht einfach nicht höre?
Irgendwie muss man sie doch aus der Reserve locken können, sie wollte doch dass ich mit zu ihr komme? Oder was genau war der Plan?

Gut, ganz cool jetzt – wenn sie schon so ausgebreitet vor mir liegt, dann muss ich sie vielleicht einfach nur noch ein bisschen mehr in Stimmung bringen. Also fang ich an sie zu lecken, die Ladies lieben das doch (ehehehehe)

Naja, diese Lady hier nicht…
Ich fass es nicht, mein gelähmter Seestern liegt weiterhin einfach nur da und macht…nichts.
Ja okay, vielleicht steht sie einfach nicht drauf. Aber Sex wollte sie doch oder?

Also komm schon, reiß dich zusammen, denk ich mir. All in, schließlich war das ja der ursprüngliche Plan….auch wenn die Mission bisher eher nicht so läuft wie geplant. 

Sie ist nackt, ich bin nackt, ob sie ready ist weiß ich nach wie vor nicht, aber ich hab gecheckt ob sie atmet und – ja, sie lebt. Davor hat sie auch nicht gemeckert oder gesagt, dass sie doch keinen Bock hat, also…lets get it on, lets put it innnnn.

Aber sie liegt einfach da.
Sie liegt einfach da und macht nichts.
Absolut nichts.
Sie bewegt sich nicht,
sie stöhnt nicht,

nichts.

Um ehrlich zu sein, glaube ich nicht dass sie sich überhaupt in irgendeiner Form bewegt hat, seit wir ins Bett sind. Aber sie atmet!

Ich könnte jetzt natürlich weiter auf ihr rumrutschen bis ich es irgendwie schaffe mir irgendwas vorzustellen, das mich dazu bringt zu kommen, aber… das is es einfach nicht.

Das hatte ich mir anders vorgestellt und am liebsten würde ich jetzt direkt die Fliege machen, aber wie es mein Glück so will hab ich keinen Plan wie ich jetzt nach Hause kommen soll. Auch das noch, yeah.

Ich bin also gezwungen, bei ihr zu schlafen. Mit dem Vorsatz morgen so früh wie möglich das Weite zu suchen! Ich muss hier glaube ich niemandem erklären wie unendlich ätzend diese Erkenntnis war, aber was soll man tun?

Am nächsten Morgen war sie weg!
Puh… Ich also raus aus der Wohnung, mit einer Mischung aus Erleichterung, Enttäuschung, Kater und Verwirrung. Walk of shame geht auch als Mann, Kinder.

Man könnte es jetzt auf den Alk schieben, aber als wir nach ein paar Wochen noch einen Versuch gestartet haben, war klar – manche Dinge sollen einfach nicht sein.“

Ja der gute alte Walk of Shame… wir fühlen alle mit dir, Mann. Manchmal läuft’s und manchmal eben nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.