meeh…Fuckboy

Watch out for Fuckboys and Fuckgirls!

 

Als ich ihn das erste Mal gesehen hab, ging es mir wie jedem der sein Gesicht zum ersten Mal sieht – er ist einfach ein echt schöner Mensch, da braucht man nicht zu lügen.
Im Club ist er mir den ganzen Abend hinterhergedackelt, was natürlich schmeichelhaft war und klar hat mir das gefallen.

Mittlerweile durchschaue ich dieses „Ich erzähl dir alles was du willst, bis du in meinem Bett bist“-Spiel, aber man hofft ja auch irgendwie darauf mal jemanden kennenzulernen, der nicht einfach nur dummen Scheiß von sich gibt um einen wegzustecken. Naja, hier hab ich das noch nicht durchschaut.

Ich sei seine Traumfrau seit dem ersten Augenblick, so unheimlich schön und toll… Er war einfach viel zu süß um echt zu sein, aber im Club mit Alk im Blut hinterfragt man eben nicht groß.
Er hat den ganzen Abend über immer und immer wiederholt, wie unbedingt er mich wieder sehen will und hat mir am Ende des Abends sogar sein Armband gegeben, damit es auch wirklich dazu kommt.
Jetzt wo ich meine Lektion gelernt habe, weiß ich dass 99,9 % von seinem Getue nichts anderes als Fuckboy-Moves waren, aber wie das eben so mit Fuckboys ist, weiß man das oft erst dann wenn es zu spät ist.

Ich hatte also sein Armband – wow. Gut, wenn er es zurück will, müssen wir uns safe wieder treffen (wahrscheinlich hatte er davon 70 Weitere auf Reserve…meh fuckboy).

Wir haben uns dann auch tatsächlich öfter getroffen und sein Image hat er dabei jedes Mal aufrecht erhalten. Er war total aufmerksam und höflich, hätte mir mit seinem kitschigen Talk die Sterne vom Himmel holen können…
Und sein Gesicht. Und sein Körper…Ich war abgelenkt.

Natürlich hat er es sich in alter Fuckboy Manier auch nicht nehmen lassen mir vorab immer mal wieder von seinen Bettkünsten zu erzählen.
Wie lang er doch ficken kann ohne zu kommen und was er nicht alles mit mir anstellen könnte.
Schon klar, dass in meinem Kopf die übelsten Filme liefen und ich mich auf das gefreut hab, was mir versprochen wurde. Ich hab mir so viel ausgemalt… ugh.

Nachdem er mich tagelang weich gekocht und um den Finger gewickelt hat, war ich so geil dass ich es kaum mehr ausgehalten hab. Bei jeder Berührung hatte ich das Gefühl ich raste aus! Irgendwann hatte ich schon gar keinen Bock mehr einfach so mit ihm rumzuhängen und hab (jo das geht auch als Frau) nur noch mit meinem Höschen gedacht.

Überzeugen musste er mich längst nicht mehr – ich war übertrieben horny als wir endlich im Bett gelandet sind.
Viel hätte er eigentlich gar nicht tun müssen um mich zum Kommen zu bringen, aber irgendwie….

Jedenfalls – direkt in der Nähe von seinem Bett stand ein Spiegel und als es zur Sache ging und wir uns langsam ausgezogen haben ist mir gleich aufgefallen, dass er sich selbst lieber dabei zusieht als mir. (Ich hab ihm dabei auch sehr gerne zugesehen, schließlich war er ein gut trainiertes Fuckboy-Modell)
Er wusste trotzdem wirklich was er tut, also hab ich über dieses ‚sich selbst anhimmeln‘ erst mal hinweg gesehen…Soweit so gut.
Als nächstes hat er dann angefangen mir gefühlte 37 Mal hintereinander zu sagen wie geil er doch meine Muschi findet – ein, zwei Mal hätten es auch getan. 
Mal ehrlich, ich weiß nicht mal was „deine Muschi ist so geil geschlossen“ überhaupt bedeuten soll. (Ja danke du bist auch ganz okay?)

Scheinbar hat ihn die Mischung aus seinem eigenen Dirty Talk und (seinem eigenen) Anblick so glücklich gemacht, dass er sein „Ich kann ewig ficken ohne zu kommen“-Versprechen komplett vergessen hat.
Überhaupt hätte er sich glaube ich am allerliebsten selbst gefickt – sein Blick ging ständig zum Spiegel, seine Hände sind mehr und mehr über seinen eigenen Körper gewandert und zwischendurch hat er sogar seine verdammten Haare wieder in Ordnung gebracht. Ich hab mich währenddessen immer mehr wie eine scheiß Taschenmuschi gefühlt und nach ein paar Minuten hat mein selbsternannter Profificker die Kontrolle über seinen Schwanz verloren… und dann wars das auch schon. 

Gut, also das hatte ich mir anders vorgestellt. Ich sag ja – viel hätte nicht gefehlt, aber 5 Minuten waren selbst dann zu wenig.
Darauf hab ich jetzt also die letzten paar Wochen gewartet? DARAUF!? Cool.

Man sollte meinen, dass sei enttäuschend genug gewesen aber zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass der Kerl eine männliche Hure ist. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er vermutlich schon mit ungefähr 450 Frauen geschlafen (Ahoiiii Geschlechtskrankheiten! Gott sei Dank haben wir verhütet). Dafür war das ein echt kurzer Auftritt und eine Glanzleistung auch nicht gerade.

Naja Hoeboy…immerhin warst du schön anzusehen.”

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.