SEX! … und jetzt wo du zuhörst les weiter.

Manchmal wird der Lärm um mich rum viel zu laut und von allen Seiten kommt irgendwas das mich stresst und dem ich nach und nach viel zu viel Gewicht gebe.
Dieses Jahr fällt mir das mehr auf denn je. Deswegen die kurze Pause.

Bisher war das ein echt anstrengendes Jahr, weil sich viel verändert hat und vor allem ich mich verändert hab. Damit kommen wie üblich viele nicht klar und meinen dann ihren Senf dazugeben zu müssen oder irgendwas zu interpretieren, dass sie gar nicht verstehen können. 

Leute gehen und das ist nichts was ich nicht schon wieder und wieder gelernt hätte, aber ich tu mir einfach nicht leicht mit loslassen. Joa und dadurch hab ich mich die vergangenen Monate selbst gefickt (entschuldigt aber anders kann ich das nich sagen).

Ich hatte den gefühlt schlimmsten Liebeskummer aller Zeiten und ob das jetzt übertrieben ist oder nicht sei mal dahingestellt – für mich hat es sich richtig echt angefühlt. Ich weiß bis jetzt nicht ob ich einfach nur naiv war und geglaubt hab was zu sehen das gar nicht da war, ob ich einfach nur irgendwelche Wünsche auf diese Person projiziert hab oder was der Grund dafür war, dass es so sehr weh getan hat denjenigen gehn zu sehen. Es hat sich angefühlt als hätte man mir irgendeinen Teil weggenommen den ich gerade erst gefunden hatte und manche Tage waren einfach nur hart beschissen. 

Ich bin im Club der Menschen, die versuchen ihren Scheiß mit sich selbst auszumachen und das hab ich auch auf meine Weise versucht.
Ich hab 12 Stunden am Tag gearbeitet, Musik gemacht, den Blog geschrieben, Sport gemacht, mich um Buddha gekümmert und um die Fam, mich mit niemandem getroffen (no new Friends und so, sorry für die Körbe) und trotzdem eins dabei irgendwie komplett vergessen – mich. 

Es hat ganz schön lange gedauert mich aufzurappeln dieses Mal, aber die Rolle der heulenden, traurigen Frau will ich nun mal nicht spielen. Ich bin nicht verbittert oder sauer, das frisst einen auf Dauer nur selbst auf. Außerdem hab ich meinen Arsch schon viel zu oft selbst gerettet um nicht zu wissen dass ich wieder lachen werde. Die Taschenbuchpsychologen, die dann plötzlich meinten  „Stimmt mit dir irgendwas nicht“ waren da also schon zu spät dran.

Ich mach das was ich mach nicht weil ich irgendwem was beweisen will, das war vielleicht mal meine Intension aber jetzt will ich vor allem mir selbst zeigen wer ich bin und was ich kann. Wenn sich innerhalb kurzer Zeit so viel tut und man ein Gefühlschaos nach dem anderen durchmacht, dann verändert man sich selbst, also schau ich jetzt einfach wer das is. Und ich will mich vor allem nicht verstecken und zwar weder vor irgendjemand anderem, noch vor mir selbst. Ich will nichts überspielen oder so tun als ob. Und das ganz egal wie ich gerade fühle.

Es tut mir also nicht leid wenn das was ich mache oder poste oder sage irgendwem nicht taugt, weil es wenigstens echt ist. 

Mein Humor ist vielleicht manchmal fragwürdig und manchmal handle ich impulsiv und für Außenstehende übertrieben, ich rede meistens zu viel und bin oft zu ehrlich und direkt, manchmal bin ich so fies dass ich selbst erschrecke, im nächsten Moment bin ich vier Jahre alt und will zu meiner Mama. Manchmal will ich am liebsten nur zocken, an Sex denken,  schlafen und fressen, dann will ich wieder ganz Frau sein und mich hübsch machen und raus gehen, manchmal steh ich morgens auf und krieg 25 Sachen gebacken, an anderen Tagen verlier ich mich in meinem eigenen Kopf und will mich nur vergraben. Generell denk ich viel zu viel nach und manchmal denk ich andere fühlen gar nicht so viel wie ich oft fühle.
Ich bin heute so und morgen so und das ist echt anstrengend manchmal. Wie könnte ich also von irgendwem der mich durch Social Media kennt erwarten, dass derjenige auch nur ansatzweise versteht wer ich bin.

Aber das ist okay, das is für mich selbst oft schon ne ziemliche Aufgabe. Vielleicht war das der Grund, dass es mich so auf die Schnauze gelegt hat, dass ich zum ersten Mal das Gefühlt hatte dass es jemanden gibt, der damit klarkommt, der mir die Stirn bieten kann ohne dass ich mich groß erklären muss, wer weiß…

Jedenfalls musste ich jetzt mal kurz Stopp machen, weil mein Körper mir signalisiert hat dass es jetzt genug is. Ich bin stur also hab ich mich erst mal gut gewehrt aber letzten Endes seh ich ja ein, dass es vielleicht ein bisschen viel war die letzten Monate. Ich war die ganze Zeit unter Strom und konnte nicht chillen, weil ich mir für alles und jeden außer mich selbst, Zeit genommen hab. Ich hab gern die Kontrolle über alles was mich betrifft aber ich bin auch nur ein Mensch und dieses Mal hab ich eben irgendwo die Kontrolle verloren. 

Was ich damit sagen will ist – ich bin eben wer ich bin. 

Das wusste ich auch davor, aber jetzt musste ich erst wieder aufholen, mir klarmachen was eigentlich abgeht, was ich die ganze Zeit getan hab, reflektieren und son Kram.

Jetzt wo ich mehr Abstand hab, kann ich sagen dass ich irgendwo stolz bin. Es ging mir beschissen und ich hab trotzdem mehr zustande gebracht als manche bei bester Laune in einem Jahr. Und wo Menschen gehen, kommen auch neue dazu. Menschen die viel besser ins Bild passen. Außerdem ist es gleichzeitig auch ganz schön so stark fühlen zu können (is mir lieber als n emotionsloser Brocken zu sein).

Vielleicht war das also einfach meine Lektion dieses Jahr, n kleiner Reminder an das was man eigentlich schon gelernt hat. 2.0 sozusagen.

Auf alle Fälle müssten wir uns viel öfter selbst dran erinnern wer wir sind, was wir durchhaben, wie viel wir für uns selbst tun und uns verdammte Scheiße nochmal viel öfter selbst hypen. Nich immer nur Likes nach außen verteilen, sondern auch mal bisschen Liebe an sich selbst abgeben, wieder mit sich selbst cool werden.

Ja ich weiß – was ein Kontrastprogramm!

Aber ich hatte gerade einfach keinen Bock mir die nächsten schrägen Pornos anzuschauen um ein neues Thema zu finden. Und wer weiß, vielleicht erkennt sich ja irgendwer in meinem Papperlapapp. Manchmal tut es ja auch schon einfach nur gut zu wissen, dass es auch noch andere Menschen gibt die einen Knall haben 🙂

Ein Gedanke zu „SEX! … und jetzt wo du zuhörst les weiter.

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