Karma gilt auch für Playboys

Auf meinen BlablaCar Fahrten ergeben sich oft die lustigsten Gespräche sobald ich irgendwie den Blog erwähne. Irgendwie hat jeder was über Sex zu sagen. Ich hab mittlerweile ne ganze Liste voller Ideen, die sich durch die Gespräche ergeben.
Bei der letzten Fahrt war n Kerl dabei, der seiner eigenen Ansicht nach ein richtiger Playboy ist. Tagsüber normaler Job, abends Barkeeper.
Viele würden ihn vermutlich auch als Arschloch bezeichnen, weil er gerade auf dem Weg war seine Freundin mit einer anderen zu betrügen. Aber seine Freundin war selbst Schuld, schließlich ist sie Stewardess und war zu dem Zeitpunkt in Seoul – ich meine hallo!? Wie kann sie nur 🤨 (Als ich ihn gefragt hab ob er jetzt also nur nach Soundso fährt um seine Freundin zu betrügen meinte er „Naja betrogen hab ich sie ja gestern schon, also ist es eigentlich sowieso egal“ – fragwürdig.)
Natürlich hatte er viele Geschichten auf Lager, aber wir wissen ja alle wie das mit selbsternannten Playboys so ist – in der Regel viel Gelaber und wenig dahinter.
Er sitzt also da und erzählt uns allen stolz dass er schon mit über 40 Frauen geschlafen hat – naja wenns stimmt, dann verurteile ich ihn dafür nicht, Sex macht eben Spaß. Aber wie laaangweilig…. Erzähl mir den guten Scheiß!!
Ich wäre nicht ich, wenn ich am Ende nicht doch seine „Das lief nich so“-Story rausbekommen hätte. Und auch wenn er so viele Stories (in denen er natürlich als Held glänzt) auf Lager hatte, pick ich mir lieber die. Sorry Playboy, Karma.

 Undlos…

“Mein bester Kumpel und ich ziehen immer wieder zusammen los, auf der Suche nach willigen Frauen ab 18. Vergeben oder nicht is egal, Hauptsache heiß, geil und ohne Drama.
Das läuft in der Regel immer gleich ab und wir bekommen meistens das was wir suchen.
Dieses Mal hatten wir sogar das Glück, dass wir zwei Freundinnen erwischt haben. Eine für mich, eine für ihn.
So wie sich das für einen guten Wingman gehört, hat der eine dem anderen immer wieder in die Karten gespielt und natüüüürlich konnten wir die beiden Chicks mit nach Hause nehmen.

Als wir aus dem Club rauskamen hab ich erst bemerkt WIE besoffen ich tatsächlich war aber gut, jetzt waren die Mädels schon abgeschleppt also was solls.
Wir also zum Taxi, ab nach Hause, Zeit für Action, du weißt.
Mein Kollege hat sich mit seiner Eroberung gleich mal verzogen – das war schließlich der Plan.

Ich war jetzt also alleine mit meiner.
Viele Umwege ins Bett gab’s nicht mehr.
Haben dann noch ein bisschen rumgemacht und….
dann weiß ich erst wieder dass ich aufgewacht bin. Muss irgendwie eingeschlafen sein.

Sie liegt aber immer noch neben mir.
Als sie sieht dass ich wach bin, rollt sie sich auf mich.
Sie will Sex.
Immer noch.
Gut so.
Also machen wirs.

Ich bin halb besoffen, halb verkatert aber ich denke ich mache das gut. Ich mache das ja nicht das erste Mal. Das wird sie sicher nicht so schnell vergessen.
Es war auch ganz geil für mich. Und für sie auch. Dachte ich zumindest.
Ich komme.
Und sie auch.
Nein. Moment.
Sie heult.

Hä? War ich echt so gut? 😎
Ich lehne mich entspannt zurück und nehme einfach an, dass der Sex mit mir sie in einen anderen Bewusstseinszustand versetzt hat.

Aber sie wird hysterisch, redet auf einmal irgendwas von ihrem Freund und dass sie ihn jetzt betrogen hätte und wie furchtbar das alles sei und wie schlecht sie sich fühlt.
Mich interessiert das nicht, ich wollte Sex, nicht deinen Therapeuten spielen jetzt.
Naja, hast du dir das nicht früher überlegt“, frag ich. Nich so klug, sie fängt nur noch mehr an zu heulen.
Ich bin eher so fürs Grobe, mit Gefühlen kann ich nicht so. In meinem Zustand gerade erst recht nicht.
Weil ich nicht mit ihr über ihre Gefühle reden will, entschließt sie sich kurzer Hand dazu jemand anderen anzurufen.
Ihren Freund.
Was jetzt folgt ist ein Alptraum.

Sie heult und gesteht ihm was sie gemacht hat, während wir nackt nebeneinander liegen.
Jetzt heult ihr Freund und ich kann alles hören.
Mir ist schlecht und ich will schlafen, aber stattdessen folgt jetzt eine detaillierte Beschreibung des Abends und vom Sex den wir hatten.

„Nein Schatz, er ist nicht mal heiß.“
„Ich weiß nicht wieso ich das getan hab, der Sex war wirklich nicht gut.“
„Das war wirklich was einmaliges, ein Fehler. Und sein Schwanz ist klein.“
(Sie liegt neben mir und schaut mich an während sie das sagt).

Ich liege da und starre an die Decke und was will ich auch sonst machen?
Glaub mir – KEIN MANN will das hören. Wirklich keiner.

Nach ein paar Minuten, die mir wie Stunden vorkommen, steht sie auf und geht aus dem Zimmer.
Ich wittere meine Chancen, nehme ihren ganzen Kram, schmeiße ihn aus dem Zimmer und schließe die Türe ab.
Ich will schlafen.
Scheiß auf die.
Ich hab keinen kleinen Schwanz.

Als ich später aufwache und in die Küche komme, wartet dort mein Kumpel mit Kaffee und lacht.
„Was war das denn?“
„Was meinst du?“
Dein Mädel kam heute morgen irgendwann in mein Schlafzimmer und hat geheult. Meinte zu ihrer Freundin du hättest sie ausgesperrt und dass sie jetzt gehen müssen.“
„Ach kein Plan, die hat Probleme. Und bei dir?“
„Ja war schräg, die hatte Katzenaugen auf die Muschi tätowiert. War irritiert.“
Wir nicken uns ein paar mal zustimmend zu und Katern dann vor uns hin.”

 

Seine Erzählung hat dann übrigens so aufgehört:

“Aber jetzt stört mich das alles gar nicht mehr.
Ich hab schon so viele Frauen befriedigt, ich habs drauf. Was solls!
Ich hab keinen kleinen Schwanz.
Schlampe.”

 

What goes around comes back around.

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