Liebe dich selbst… aber sei kein Arsch

Okay meine Süßen, heute lassen wir die Genitalien mal dort wo sie hingehören und widmen uns einem anderen Thema.
Unter “Menschen & Gedanken” könnt ihr euch selbst zu Wort melden und uns mit eurer Ansicht, zu was auch immer, erleuchten.
Nichts inspiriert so sehr wie das echte Leben und die Menschen um einen herum, also brace yourselves and be a part of it!
Schickt mir dazu einfach euren Text (gerne auch euren Instagram-Namen oder ein Foto wenn ihrs nich anonym wollt) und ich klatsche das dann hier rein, wenns kein Bullshit is.

Den Anfang macht heute die liebe Karla (@karlalovalot) und erinnert uns daran, dass es zwar super ist, sich selbst zu lieben, das alles aber nichts bringt wenn man alle anderen wie Dreck behandelt.
Noch mehr freu ich mich darüber, dass sie so mutig ist offen über ihre eigenen Gefühle und Erlebnisse zu sprechen, denn oft  ist das alles andere als leicht.

Sooo und bevor ich jetzt noch lange weiterlaber…

“Wir haben 2019 und scheinbar entdecken jetzt auch die ganz krassen Spätzünder, was Achtsamkeit, Selbstliebe und Mitgefühl bedeuten und wie wichtig es ist. Es scheint geradezu Mode zu sein, Worte wie diese in die Welt zu schleudern und ein großer Fürsprecher zu sein.

Und obwohl das Bewusstsein darüber wächst, müssen sich immernoch viel zu viele dafür rechtfertigen, wenn sie nicht so funktionieren, wie die Gesellschaft es seit Jahrzehnten erwartet.

Muss ich mich rechtfertigen, obwohl ich offen damit umgehe und kein Geheimnis mehr aus meinen Problemen mache – meiner Krankheit. Ein Wort, das sich für mich unpassend anfühlt, denn das würde bedeuten, dass wir alle krank sind. Jeder hat Ängste, Schwächen und niemand ist immer gut drauf. Aber da wir alle einzigartig sind, wirkt es sich bei jedem unterschiedlich aus. Manche ertragen mehr, bevor sie zusammenbrechen, während andere absolut sensibel sind und kleine Antennen für noch so nichtige Dinge haben. Das sind wir. Wir sind Menschen. Und genauso waren es Menschen mit Ängsten, die beschlossen haben, dass es eine Norm für verschiedene Dinge gibt. Wer gab ihnen das Recht dazu?

Warum muss ich mich heute noch, in unserer so modernen Welt, in der wir doch scheinbar leben, dafür rechtfertigen, wenn ich schwach bin? Warum muss mir erst sichtbar ein Körperteil fehlen, damit es ‚anerkannt‘ wird, dass es einem schlecht geht? So schlecht, dass Schule/Arbeit/usw. in diesen Momenten nicht möglich sind. Dass es keine Faulheit ist und es mir schon ohne die verurteilenden Worte und verächtlichen Blicke schlecht genug geht?

Nur durch den Einfluss anderer Menschen hat sich ein Gedanke in meinem Kopf verfestigt, gegen den ich seit Jahren durch Therapie ankämpfe. Versuche, ihm seine Macht zu nehmen.

„Du bist zu viel.“

Und in meinem schlimmsten Moment vor 6 Jahren, als ich den letzten Hilfeschrei von mir gab, bevor ich die Entscheidung traf diese Welt zu verlassen: „Du bist eine Welle der Zerstörung.“

Ist einmal dieser Schalter ungelegt, einmal die Schwelle überschritten, wird es leichter daran zu denken. Sich eine ‚Option‘ offen zu halten, egal wie glücklich man zwischendurch ist.

Hätte ich einen Wunsch frei, wäre dieser, dass wir uns alle mit mehr Liebe begegnen. Dass wir nicht auch noch auf die Menschen treten, wenn sie am Boden liegen. Dass wir uns gegenseitig unterstützen.

Selbstliebe ist ein guter Weg dahin, aber diese sollte sich auf alles erstrecken.
Nicht nur uns, sondern auch andere lieben.”

 

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